Wir planen, verwerfen, strukturieren neu, verlieren uns in Details und finden den Weg wieder. Verschiedene Teams kommen zusammen, Perspektiven treffen aufeinander. Wir sind aufgeregt. Und voller Vorfreude.
WESTWIND kommt nach Münster – und wir dürfen mitgestalten.
Als echtzeit-theater übernehmen wir diese Aufgabe gemeinsam mit dem Jungen Theater Münster. Zwei Kontexte, zwei Arbeitsweisen, zwei Blickwinkel auf Theater für junges Publikum – und ein gemeinsames Ziel:WESTWIND 2026 verstehen wir als ein Festival, das nicht nur zeigt, sondern fragt. Als Präsentationsort und Werkstatt, als Bühne und Freiraum. Es geht uns um Theater, das Haltung zeigt – und um Begegnungen, um Diskussionen, die uns herausfordern, um Formate, die nicht nur Wissen vermitteln, sondern Mut machen, sich einzumischen.
Gemeinsam mit Partner*innen wie dem Theater in der Meerwiese, dem Theater im Pumpenhaus, Akteuren der freien Szene und vielen weiteren entsteht ein Netzwerk, das Vielfalt nicht nur abbildet, sondern aktiv gestaltet.
Unsere Arbeit als echtzeit-theater ist geprägt von Nähe: Wir suchen den direkten Kontakt, das gemeinsame Erleben. Theater ist für uns kein fertiges Produkt, sondern ein Prozess – etwas, das im Moment entsteht, im Austausch, im Mitdenken, im Mitfühlen. Diese Haltung nehmen wir mit in die Gestaltung von
WESTWIND.
Im Zentrum stehen zehn Inszenierungen aus NRW, ausgewählt von einer Fachjury. Dazu kommen internationale Produktionen, die neue ästhetische und inhaltliche Impulse setzen. Und rund um diese Stücke entsteht ein Rahmenprogramm, das wir als genauso wichtig verstehen: Workshops, Nachgespräche, Panels, das Next Generation Programm – Räume, in denen nicht nur zugeschaut wird, sondern gemacht und gedacht wird.
Was uns dabei besonders wichtig ist: Kinder und Jugendliche sind für uns nicht nur Zielgruppe, die es zu erreichen gilt. Sie sind Teil des Ganzen. Sie konsumieren nicht – sie denken mit, sie widersprechen, sie verändern Perspektiven. Sie sind Mitgestaltende dieses Festivals.
Vielleicht ist es genau das, was uns in der Vorbereitung immer wieder beschäftigt: Wie schaffen wir Räume, die offen sind? Die nicht schon wissen, was am Ende herauskommt? Wie bleiben wir beweglich – in einer Zeit, die oft nach schnellen Antworten verlangt?
Darstellende Kunst für junges Publikum ist für uns kein Zusatz.
Sie ist zentral.
Sie ist politisch.
Und sie ist notwendig.
WESTWIND 2026 ist für uns eine Möglichkeit, genau das sichtbar zu machen – gemeinsam mit vielen anderen, die diese Überzeugung teilen.
Wir wissen nicht, wie alles werden wird. Aber wir wissen, warum wir es tun.
Und wir freuen uns darauf, diesen Weg zu teilen.
Bald mit euch! In Münster!
Das Westwind Festival 2026 wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und der Stadt Münster sowie der Fritz Terfloth Stiftung, Münster